Wo liegt der Tana Fluss überhaupt?

Seine vielen Quellflüsse entspringen in den Aberdare Bergen und im Mount Kenia Massiv. Der Tana, Kenias größter Fluss fließt erst wild und rau durch Halbwüsten und Dornbuschsavannen nach Osten, biegt aber dann sanft nach Süden ab und schlängelt sich in riesigen Mäandern, gesäumt von Galeriewäldern, mitten durch eine typische Savannenlandschaft.

Der Tana River Distrikt liegt im Osten Kenias, südlich des Äquators. Vom Fluss sind es sind noch etwa 100 km bis zur somalischen Grenze. Das Tana Delta mit seiner ausgedehnten Gras- und Buschlandschaft ist der südlichste Zipfel.

Der große braune Fluss mündet bei Kipini in den Indischen Ozean.


Warum gerade dort?

Wir werden sehr oft gefragt, warum wir gerade im Tana River Distrikt helfen?

Hier ist die Antwort.

Es gibt viele kirchliche und private Hilfsprojekte in der Nähe von Touristenhochburgen an Kenias Traumstränden am Indischen Ozean. Das ist auch gut so.

Aufgrund der vorhandenen Infrastruktur ist dies weitaus einfacher, dort ein Waisenhaus oder eine Schule aufzubauen. Denn dort kommt oft auch schon der Strom aus der Steckdose. Es gibt funktionierende Telefone, Internet, Supermärkte in denen man fast alles kaufen kann. Baumaterial und Handwerker sind auch in ausreichender Menge vorhanden. Dazu kommen dann noch einigermaßen vernünftige Straßen mit einem relativ gut rollendem öffentlichen Verkehrssystem. Wobei die Verkehrssicherheit der Fahrzeuge und deren Fahrer wieder ein anderes Thema ist.

Damit möchten wir aber die Arbeit, die diese Organisationen dort leisten, nicht unterbewerten. Ganz im Gegenteil und diese Hilfeleister haben ebenso ihre Schwierigkeiten, mit denen sie fertig werden müssen.

Was aber passiert in den abgelegenen Landstrichen, dort wo sich keine Touristen verirren? Die wenigen Hilfsorganisationen, die dort ihre Arbeit verrichten, sind total überfordert. Deswegen helfen wir gerade hier, mitten im Tana River Distrikt, weitab von den Touristenpfaden. Dort muss nämlich auch etwas passieren.

Wir von TARIKIH haben uns dazu entschieden, eine Schule weitab von den Touristenzentren Kenias aufzubauen. Die Gemeinde dort ist selbst nicht in der Lage, die finanziellen Mittel für einen Schulneubau aufzubringen.

Hier kommt kein Strom aus der Steckdose und das Wasser kommt aus dem Fluss. Das meiste Baumaterial muss viele 100 Kilometer angekarrt werden. Die Lebensbedingungen sind dort sehr einfach und schon die Anreise dort hin ist ein Abenteuer für sich.

Trotzdem haben wir die Herausforderung angenommen, um den Menschen dort zu zeigen, dass wir sie nicht vergessen haben. Wir helfen ihnen dabei, etwas für ihre Kinder zu tun, nämlich eine Schule zu bauen.

Es gibt nichts Wichtigeres als in die Zukunft der Kinder zu investieren. Und diese Kinder wollen lernen, das beweisen sie uns immer wieder, wenn wir alle 6 Monate das Projekt besuchen und für den Weiterbau Gelder und Material mitbringen.

Unsere Projekte bis 12-2017 in der Übersicht

Seit 2014 erhielten bisher 21 junge Kenianer/innen eine Förderpatenschaft und konnten dadurch eine höhere Schulbildung absolvieren.

Weitere Projekte sind geplant oder in Arbeit.


Aktuelle Projekte


Laza Primary School in Hola

groundplan

12 Klassenräume, 1 Schulleiter- und 1 Stellvertreterzimmer, 1 Lehrerzimmer und 1 Lebensmittellager sowie eine Bibliothek sind fertiggestellt.

Am Nordrand des Schulgundstücks befindet sich der Laza Kindergarten.

Toilettenhäuser für Jungen und Mädchen und für Lehrer wurden errichtet. Dazu die Wasserversorgung für die Toiletten zur Verbesserung der hygienischen Verhältnisse.

Ein Sportplatz mit Fußballtoren wurde ebenfalls angelegt.

Ein Zaun mit großem Eingangstor friedet das ganze Gelände ein..

Die Laza Primary School ist die größte Grundschule im Tana River Distrikt.


Unterstützung haben auch der kleine Kindergarten in der Pentecoastal Church sowie Nelly's Waisenhaus in Hola und die Junior Academy in Garissa bekommen.


Kwamarura Kindergarten in Kwaupanga

Wir sind nicht nur am Tana River tätig, sondern unterstützen auch ein Projekt der Lmagiro Conservation Group in Kenia. Diese Vorschuleinrichtung befindet sich etwa 12 Kilometer westlich von Malindi. Dort werden mehr als 70 Kinder betreut.

Das Dach war an vielen Stellen durchgerostet, die Mauern hatten teilweise große Löcher und der Fußboden musste dringend erneuert werden, sowie auch die Fenster. Das heißt: eine Komplettsanierung des alten Lehmgebäudes war längst überfällig.

Nach 4-wöchiger Bauzeit konnte das renovierte Gebäude wieder genutzt werden. Ganz besonders freuten sich die Kleinen über die neuen Schulbänke.

Nun sind alle glücklich, dass die Kinder auch während der Regenzeit wieder zur Vorschule gehen können.

Renovierungsarbeiten und den Bau von zwei weiteren Klassenräumen für den Kindergarten konnten wir in 2017 realisieren. Auch wurden dazu noch weitere Schulbänke zur Verfügung gestellt.


Faith Kindergarten in Jilore

Noch weiter westlich, fast 30 km von Malindi enfernt, in Richtung Tsavo Nationalpark, bauen wir gerade den Jilore Faith Kindergarten. Die Degussa Bank hat von dem 2014 begonnenen Projekt gehört und unterstützt uns finanziell bei der Ausführung.

Zwei Klassenräume und die Dining Hall sowie der Toilettentrakt sind bereits fertiggestellt.

Die dortige Selbsthilfegruppe, eine Fraueninitiative, hat sehr viel Eigenleistung zum Kindergartenprojekt beigetragen, so dass wir hier ein klassisches Beispiel für Hilfe zur Selbsthilfe sehen können.

Der Ausbau der Toiletten und die restliche Fertigstellung sind noch für dieses Jahr geplant.

Das fertige Gebäude mit Dining Hall und Toilettentrakt im Herbst 2017.

Weitere Klassenräume sind in Planung.


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